Dienstag, 20. Juni 2017

Rezension zu Bruderlüge von Kristina Ohlsson

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 4,5/5
Seiten: 445
Verlag: Limes
Preis:   14,99€
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Inhalt:
Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

Meine Meinung:
Die offen gebliebenen Fragen von Schwesterherz wurden in diesem zweiten Teil endlich geklärt. 
Alles in einem hat mir Bruderlüge deutlich besser gefallen als Schwesterherz! Fast hätte es 5 Sterne verdient, aber dazu hat dann doch noch das kleine Etwas gefehlt.
Die Geschichte war spannend, und die aus Schwesterherz bekannten Durchhänger haben hier Gott sei Dank gefehlt. Das Buch schließt nahtlos am ersten Teil an, anfangs folgt eine kurze Zusammenfassung des bereits Geschehenen. Trotzdem empfehle ich den ersten Teil zuerst zu lesen, da man dann einfach viel mehr Einblick bekommt. 
Während es in Teil 1 um Sarah Texas ging, handelt der 2. von ihrem verschwundenen Sohn, den es zu finden gilt.
Die Charaktere sind größtenteils die gleichen wie im Vorgänger, auch wenn sich hier die Gut-und-Böse-Rollenverteilung teilweise verschiebt. Auch wenn man immer wieder neue Theorien entwickelt und Verdächte hat, zeigt sich erst gegen Ende die tatsächliche Auflösung, die man niemals hätte erahnen können. Leider ist diese etwas weit hergeholt und nur durch viele Zufälle ermöglicht, was der Grund ist, warum dieses sehr gelungene Buch keine 5 Sterne bekommt.
Fazit: Der zweite Teil ist deutlich spannender und allgemein besser als der erste, aber trotzdem nicht ganz 5 Sterne wert. Nichtsdestotrotz gibt es von mir eine klare Leseempfehlung! :)

Anmerkung: Vielen Dank an das Bloggerportal und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar :)

Freitag, 16. Juni 2017

Meine Wunschliste


  • AD Garret: Schnittmuster
  • AK Benedikt: Die Eleganz des Tötens
  • Andreas Eschbach: Todesengel
  • Andreas Föhr: Totensonntag
  • Andreas Gruber: 
    • Herzgrab
    • Racheherbst
    • Rachesommer
  • Arnaldur Indriðason: Schattenwege
  • Arne Dahl: 
    • Gier
    • Opferzahl
    • Dunkelziffer
  • Arno Strobel: Das Rachespiel
  • A.S.A. Harrison: Die stille Frau
  • Axel Petermann: Der Profiler
  • Béla Bolten: Aschenputtel tanzt nicht mehr
  • Bernard Minier: 
    • Kindertotenlied
    • Schwarzer Schmetterling
  • Bernhard Stober: Vaters unbekanntes Land
  • Boddker/Bruun: Bevor mir der Tod die Augen schließt
  • Camilla Läckberg:
    • Die Eisprinzessin schläft
    • Der Prediger von Fjällbacka
    • Die Töchter der Kälte
    • Die Totgesagten
    • Engel aus Eis
    • Meerjungfrau
    • Der Leuchtturmwärter
    • Die Engelmacherin
  • Carl-Johan Vallgren: Schattenjunge
  • Cathy Unsworth: Opfer
  • Charlotte Parsons: Du sollst nicht schlafen
  • Chris Carter:
    • Der Vollstrecker
    • Der Knochenbrecher
    • Totenkünstler
  • Christine Féret-Fleury: Dornröschentod
  • Cilla Börjlind: Die Springflut
  • CJ Lyons: Süßes Gift
  • Dan Wells: 
    • Mr Monster
    • Ich bin kein Serienkiller
  • David Heffson: Das Verbrechen
  • Don Winslow: Missing. New York
  • Elisabeth Herrmann: 
    • Der Schneegänger
    • Zeugin der Toten
  • Elizabeth Haynes: Atemnot
  • Em Bailey: Du denkst, du weißt wer ich bin
  • Frank Uhlmann: Brennen sollst du
  • Fred Vargas: Die Nacht des Zorns
  • Freda Wolff: Schwesterlein muss sterben
  • Frederik T.Olsson: Der Code
  • Friedrich Ani: Der namenslose Tag
  • Geoffrey Girard: Verdorbenes Blut
  • Greg Hurwitz: 
    • Oder sie stirbt
    • Flieh um dein Leben
  • Hanni Münzer:
    • Honigtot
    • Marlene
    • Die Seelenfischer
    • Die Akte Rosenthal - Teil 1
    • Die Akte Rosenthal - Teil 2
    • Das Hexenkreuz
  • Hans Koppel: Bedroht
  • Harlan Coben: Wer einmal lügt
  • Inge Löhnig: 
    • Gedenke mein
    • Der Sünde Sold
  • Isabel Allende: Amandas Suche
  • James Oswald: Das Mädchenopfer
  • JD Robb: Ein sündiges Alibi
  • Jerome Delafosse: Schwarze Tränen
  • Jo Nesbo: 
    • Der Sohn
    • Die Larve
    • The Bat
  • Johan Theorin: So bitterkalt
  • John Katzenbach: Der Psychiater
  • Joy Fielding: 
    • Flieh wenn du kannst
    • Nur wenn du mich liebst
    • Sag, dass du mich liebst
    • Schlaf nicht wenn es dunkel wird
  • Judith Merchant: Die Lügen jener Nacht
  • Jussi Adler-Olsen: 
    • Erlösung
    • Erbarmen
  • Jutta Maria Herrmann: Hotline
  • Karen Rose: Todesschuss
  • Karen Sander:
    • Schwesterlein, komm stirb mit mir
    • Wer nicht hören will muss sterben
  • Karin Brynard: Weinende Wasser
  • Karl Olsberg: Das System
  • Katharina Peters: Herztod
  • Kati Hiekkapelto: Kolibri
  • Klara Nordin: Totenleuchten
  • Koethi Zan: Danach
  • Kristina Ohlsson:
    • Aschenputtel
    • Tausendschön
    • Sterntaler
    • Himmelschlüssel
    • Bruderlüge
  • Lars Kepler: 
    • Paganinis Fluch
    • Hypnotiseur
  • Lena Diaz: Sonst brennst du lichterloh
  • Lisa Jackson:
    • Schneewolf
    • Deathkiss
    • Zwillingsbrut
    • Mercy
    • Cry
    • Pain
    • Shiver
    • Der Skorpion
  • Luke Delaney: 
    • Mein bist du
    • Wenn ihre schlaft
  • Marc Dugain: In der Haut des Teufels
  • Marc Raabe: Der Schock
  • Martin Krist: 
    • Wut
    • Gier
    • Trieb
    • Engelsgleich
    • Die Mädchenwiese
    • Kalte Haut
    • Drecksspiel
    • Ruf der Toten
    • Schwester der Toten
    • Macht der Toten
  • Marieke Nijkamp: This is where it ends
  • Marit Reiersgard: Immer, wenn der Schnee fällt
  • Mary Higgins Clark
    • Mein Auge ruht auf dir
    • In der Stunde deines Todes
  • Max Landorff: Die schweigenden Frauen
  • Michael Gerwien: Andechser Tod
  • Michael Kibler: Sterbenszeit
  • Michael Peinkofer: Mordfall
  • Michael Robotham
    • Adrenalin
    • Dein Wille geschehe
    • Todeswunsch
    • Der Schlafmacher
  • Michelle Raven: Crossroads. Ohne Gnade
  • MJ Arlidge: Eene Meene
  • Mo Hayder:
    • Der Vogelmann
    • Die Behandlung
    • Ritualmord
    • Die Puppe
    • Wolf
    • Tokio
    • Die Sekte
    • Atem
  • Nicci French: Schwarzer Mittwoch
  • Olen Steinhauer: Die Spinne
  • Peter Swanson: Die Unbekannte
  • Raimon Weber: Der Kuckucksmörder
  • Richard Laymon: Die Klinge
  • Robert Masello: Eisiges Grab
  • Roberto Constantini: Du bist das Böse
  • Sabine Kornbichler: 
    • Die Todesbotschaft
    • Gefährliche Täuschung
  • Sabine Thiessler
    • Der Kindersammler
    • Hexenkind
    • Nachtprinzessin
  • Samatha Hayes: Aus tiefster Seele
  • Saskia Berwein: Wundmal
  • Sharon Bolton: Dead End
  • Sophie Hannah: Das Schweigen der Kinder
  • Stuart McBride: 
    • Knochensplitter
    • Das 13. Opfer
  • Susanna Mischke: Töte, wenn du kannst
  • Tania Carver:
    • Jäger
    • Stirb, mein Prinz
  • Terry Hayes: Faceless
  • Tess Gerritsen: Heißkalte Angst
  • Tim Weaver: Ohne jede Hoffnung
  • Tony Parsons: Dein finsternes Herz
  • Torkil Damhaug: Feuermann
  • Val McDermid: Eiszeit
  • VM Giambanco: 13 Tage
  • Walter Lucius: Schmetterling im Sturm
  • Wiebke Lorenz: Bald ruhest du auch
  • Wulf Dorn: Kalte Stille
  • Zoran Drvenkar: Still

Dienstag, 6. Juni 2017

Rezension zu "The Girl Before. Sie war wie du . Und jetzt ist sie tot." von JP Delaney

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 3,5/5
Seiten: 398
Verlag: Penguin Verlag
Preis:   13,00€
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Inhalt:
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

Meine Meinung:
Da ich, im Gegensatz zu gefühlt dem Rest der Menschheit, kein Fan von Fitzek bin, hat mich seine Bewertung auf dem Cover ein bisschen abgeschreckt. Aber aufgrund des Hypes um dieses Buch habe ich beschlossen, es doch zu lesen.
Die Geschichte hörte sich sehr interessant und vielverspreched an - mal etwas ganz anderes. Ich ging also ganz enthusiastisch in der Wartezeit nach meiner letzten Abiturprüfung ran, und merkte schon, dass das ein kleiner Kampf werden könnte. Es lag zu diesem Zeitpunkt nicht daran, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat. Bis dahin ist ja auch noch nicht viel passiert. Aber ich merkte sofort, dass ich bei diesem Thriller für eine Seite ungefähr doppelt so lange gebraucht habe, wie bei anderen Büchern. Anscheinend taugte mir der Schreibstil nicht wirklich, aber woran genau das lag, kann ich nicht sagen.
Schon der Anfang war ein bisschen zäh zu lesen, und leider hat sich das die nächsten 250 Seiten nicht gelegt. Die Geschichte war weiterhin interessant, aber wirklich getan hat sich nichts.
Erzählt wird in zwei Zeitschienen:  Einmal die Vergangenheit von Emma und dann die Gegenwart erzählt von Jane. Diese zweigleisige Erzählweise macht das ganze zwar einerseits interessanter, aber andererseits zieht sie das Buch nur unnötig in die Länge, da den beiden Frauen eigentlich immer das gleiche passiert, zumindest bis zur Hälfte des Buches. Natürlich leben beide ihr eigenes Leben. sodass nicht zweimal exakt die gleiche Geschichte erzählt wird, aber ihr Zusammenleben mit den Architekten in dem Haus läuft nahezu identisch ab, genauso wie deren Dates. Somit reichte es zumeist, die zweite Hälfte dieser Szene, also die zweitgenannte Perspektive zu überfliegen.
Allerdings wird jeder dieses Problem kennen: Wenn man einmal das Überfliegen angefangen hat, kann man so schnell damit nicht mehr aufhören, vor allem wenn das Buch nicht so wirklich das Wahre ist. So habe ich teilweise wichtige neue Ereignisse verpasst, die ich dann nochmal extra nachlesen musste, da ich ansonsten den weiteren Verlauf nicht hätte nachvollziehen können.
Die letzten 100 Seiten sind sehr ereignisreich, aus naheliegenden Gründen wird irgendwann nur noch aus Janes Sicht erzählt, die so langsam hinter das ganze Mysterium kommt. Hier überschlagen sich die Ereignisse, Erkenntnisse und Vermutungen, sodass man fast bis zum Ende nicht weiß, wer hier jetzt gut oder böse ist und ob es eine gute Idee ist, diese Person in's Haus zu lassen.
Die weiblichen Charaktere haben mir gefallen, sie waren gut ausgearbeitet und tiefgründig, und im Gegensatz zu den männlichen nicht eingebildet, krank im Kopf und einfach nur seltsam. Vor allem mit Edward wurde ich das ganze Buch hindurch nicht warm, und sein Verhalten gegen Ende des Buches hat mich darin nochmal bestätigt.
Fazit: Auch wenn die ersten 300 Seiten relativ zäh sind, ist das Ende dann doch relativ rasant und gut gelungen. Das hat diesen Thriller dann noch von 2,5 auf 3,5 Sterne angehoben.

Freitag, 2. Juni 2017

Mein Lesemonat Mai 2017

Trotz der Abiturprüfungen war der Mai bei mir sehr erfolgreich :)
Ich habe 6  Bücher mit insgesamt 2326 Seiten gelesen.



  • Chris Carter: I am death: Wie von Chris Carter gewohnt hat mir auch dieses Buch sehr gut gefallen, es bekam von mir 4,5 Sterne, auch wenn es wieder sehr brutal war. Für sanfte Gemüter ist das also nichts.
  • Paula Hawkins: Into the water: Auch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Genaueres könnt ihr hier nachlesen.
  • Ule Hansen: Neuntöter: Nach zwei Highlights kam mein Monatsflop. Warum, seht ihr hier.
  • Kanae Minato: Geständnisse: Auch wenn es sehr krank war, hat mir dieser Thriller ganz gut gefallen. Hier geht's zur Rezension.
  • Martin Krist: Märchenwald: Dieses Buch (mein erstes, aber sicher nicht letztes Buch dieses Autors) fand ich super! Deshalb war es mein Monatshighlight!
  • Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht: Leider konnte mich dieses Buch nicht so überzeugen wie die meisten anderen. Trotzdem hat es mir relativ gut gefallen. Genaueres könnt ihr hier nachlesen!
Ich hätte niemals gedacht, dass ich diesen Monat so viel schaffe, und es waren auch wirklich gute Bücher dabei! Vielleicht lag es ja auch genau daran :)

Mittwoch, 31. Mai 2017

Rezension zu "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher

Quelle: randomhouse.de
Achtung: Rezension enthält Spoiler

Seiten: 283
Verlag: cbt
Preis:   9,99€
Hier kaufen

Inhalt:
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die tot ist. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe haben zu ihrem Tod geführt, dreizehn Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon ...


Meine Meinung:
Wie rezensiert man ein Buch, von dem man keine Ahnung hat, wie es einem gefallen hat? 
Aus diesem Grund gibt es hier auch keine Sternebewertung. Ich werde dieses mal einfach aufzählen, was ich wie empfunden habe. 
Fangen wir bei der Geschichte an: Die Idee dahinter: klasse. Ein Junge bekommt ein Päckchen von einem Mädchen, indem sie ihm erzählt, weshalb sie Selbstmord begangen hat. Das hat durchaus Potential. Das Problem dahinter:  Bei einem normalen, gesunden Menschen wäre keiner dieser Gründe genug gewesen, um ihn zu solch drastischen Maßnahmen zu treiben. Sie stand auf einer Liste, nach der sie angeblich den heißesten Hintern hat? NA UND?! Sie hat eine Vergewaltigung nicht verhindert. Okay, das ist hart. Aber wir wissen doch nicht mal, was mit der Vergewaltigten passiert ist, wie es ihr geht, ob sie überhaupt noch davon weiß! Und selbst wenn: Auch das wäre vielleicht ein Grund für unglaubliche Schuldgefühle, aber einen Selbstmord? Ich denke nicht. Ihre eigene Vergewaltigung, die ja eigentlich keine war: Warum hat sie denn nicht einfach nein gesagt wenn es sie so gestört hat? Versteht mich nicht falsch; ich bin nie, in keinem Fall, der Meinung, dass die Vergewaltigte Schuld daran ist. Aber der Täter hier war betrunken! Natürlich hat er in diesem Fall nicht darauf geachtet, wie Hannah reagiert, und das hätte ihr denk ich klar sein müssen. Eine einfache, deutliche Andeutung, dass sie das nicht möchte, hätte vermutlich gereicht, um das ganze zu verhindern. Und auch dass sie keine Freunde hat liegt wohl mehr an ihr als an sonst wem. Sie wurde vielleicht verurteilt, aber das auch nicht von jedem. Die Leute, die sie mochten, hat sie sofort wieder vergrault.
Man könnte sagen, dass sie einfach nur eine Drama Queen ist. Aber in Hinblick auf den Suizid muss man feststellen, dass sie anscheinend eine Krankheit hatte. Somit ist aber keiner der oben genannten Gründe der Grund für ihren Selbstmord, sonder ebendiese Krankheit. 
Bis auf diese "Logikfehler" war die Geschichte aber spannend. Man hat immer mehr erfahren von Hannahs Leben, aber, wie gesagt, normalerweise wäre das alles kein Auslöser für einen Selbstmord gewesen. Da hätte es denk ich schon ein bisschen mehr gebraucht.
Die Liebesgeschichte, wenn man sie denn so nennen kann, zwischen Hannah und Clay war auch ganz nett. Aber auch hier wieder: Clay hat ihr die Chance gegeben, er hat sich um sie bemüht, aber es lag an ihr, dass er gegangen ist. Ich denke, dass jeder Mensch sie in dieser Situation  alleine gelassen hätte! Es auf ihn zu schieben, und es ihm übel zu nehmen, dass er gegangen ist, fand ich schon ziemlich heftig von ihr.
Die Message dieses Buches, oder zumindest wie sie bei manchen suizidgefährdeten ankommen könnte, die womöglich deutlich mehr durchgemacht haben als Hannah, ist auch nicht sehr gut. "Wenn du dich umbringst, ist alles gut, du machst den bösen durch die Nachrichten ein schlechtes Gewissen und hast deine Ruhe". Wie würde dieses Buch auf ein junges Mädchen wirken, das auch mit diesen Gedanken spielt? Wäre es nicht vielleicht besser, ihr zu zeigen, dass es doch einen anderen Weg gibt?
Aber ja, mir ist klar dass es solche Bücher wie Sand am Meer gibt, und das hier mal etwas komplett anderes ist. Trotzdem ist das für mich einer der größten Kritikpunkte an diesem Roman.

Bitte verurteilt mich nicht für das, was ich hier geschrieben habe. Ich weiß, dass für manche Menschen das Leben schwerer ist als für andere. Dass Depression eine Krankheit mit möglicher Todesfolge ist. Aber mir kam es dieses mal nun wirklich so vor, als hätte Hannah diesen Aufwand nur betrieben, um postmortem noch ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen.

Das ist meine Meinung zu DIESEM BUCH; NICHT ZU DEPRESSION UND SUIZID ALLGEMEIN. Mir ist wichtig, dass das jedem hier klar ist.

Also, wie man sieht, ich habe keine Ahnung, wie mir dieser Roman gefallen hat. Ich könnte es auch niemals in Sternen ausdrücken, nichts würde dem Buch gerecht werden.
Ob ich mir die Serie anschauen werde, weiß ich noch nicht. Ich kann es nicht ausschließen, aber irgendwie habe ich doch keine Lust, mir dieses "Jammern auf hohem Niveau" nocheinmal anzuschauen.

Sonntag, 28. Mai 2017

Rezension zu "Märchenwald" von Martin Krist

Quelle: ullsteinbuchverlage.de
Sterne: 4,5/5
Seiten: 413
Verlag: Ullstein
Preis:   9,99€
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Inhalt:
Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa ...«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.

Meine Meinung:
Drei augenscheinlich komplett verschiedene Fälle, die dann aber doch zusammengehören - so etwas gibt es oft, doch nur selten wird es so gut umgesetzt wie in diesem Thriller!
Die Geschichte wird aus drei Handlungssträngen erzählt: Max und seine Schwester Ellie, die von ihrer Mutter kurz vor ihrem Verschwinden zu ihrem Opa geschickt werden, eine junge Frau, die auf der Flucht ist aber sich an nichts mehr erinnern kann, geschweige denn, warum sie flüchtet, und der aktuelle Fall von Kalkbrenner und seinem Team. Anfangs scheinen die Fälle absolut nichts miteinander zu tun zu haben, aber nach und nach lassen sich einige Verbindungen knüpfen; auch wenn die endgültige Auflösung bis zur letzten Seite auf sich warten lässt.
Die Kapitel  sind relativ kurz, meistens zwischen zwei und fünf Seiten, was meiner Meinung nach das Lesen immer sehr viel leichter macht. Aber das hätte dieses Buch nicht mal nötig - alle drei Geschichten sind gleichermaßen packend und spannend, und dank des lockeren Schreibstils lässt es sich alles sehr gut lesen.
Spannend ist es von der ersten Seite, wo Max von seiner Mutter geweckt wird, bis zur letzten, auf der die Auflösung des Falles, bzw der Fälle, erfolgt. Durchhänger gibt es dank vieler neuer Erkenntnisse keine. 
Ein kleines Makel, das einen halben Stern kostet, war, dass die Erkenntnisse teilweise gefühlt aus dem Nirgendwo kamen oder einfach nur Zufälle waren, und, dass Spoiler die Entführung von Max Spoiler Ende nichts mit dem eigentlichen Handlungsverlauf zutun hat und nur für ein bisschen mehr Spannung sorgen sollte.
Ansonsten - top!
Fazit: Ein sehr geschickt verflochtener, spannender Thriller, der aufgrund kleiner Makel keine volle fünf Sterne erzielen konnte, aber gute 4,5 wurden es locker! :)

Anmerkung: 
Vielen Dank an Martin Krist für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 24. Mai 2017

Rezension zu Into The Water von Paula Hawkins

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 4,5/5
Seiten: 480
Verlag: Blanvalet
Preis:   14,99€
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Inhalt:
»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …


Meine Meinung:
Nachdem ich Girl On The Train (Rezension GotT) förmlich verschlungen hatte, musste der zweite Thriller von Paula Hawkins natürlich auch sofort in meinem Bücherregal landen. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Dieses Buch lässt sich eigentlich kaum mit Girl on the Train vergleichen. Es ist eine komplett andere Geschichte, mit einer völlig neuen Herangehensweise. Aber eines haben die beiden Thriller doch gemeinsam - man kann niemandem vertrauen, es werden Geheimnisse aufgedeckt, die Guten werden zu den Bösen und andersherum.
Der Anfang von Into The Water war nicht spannend. Das ging die ersten 200 Seiten so, erst kurz vor der Hälfte kam der Thriller in der Geschichte raus. Aber obwohl es nicht spannend war, war die Geschichte fesselnd. Ich habe das Buch von Anfang an geliebt und wollte es nicht mehr weglegen. 
Lustigerweise waren mir die meisten Charaktere nicht sonderlich sympathisch. Jules ist absolut kalt und egoistisch, vorallem gegenüber ihrer verstorbenen Schwester und deren Tochter. Ihr Verhalten lässt sich aber im Laufe des Buches immer besser nachvollziehen.
Auch die Tote Danielle "Nel" Abbott konnte ich nicht ausstehen. Das änderte sich aber auch nicht. Mit ihrer Tochter Lena hatte ich allerdings viel Mitleid. Sie hat in ihrem jungen Alter schon viel durchgemacht und meistert es trotz allem super.
Die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Das macht das Ganze zwar teilweise sehr verwirrend, vor allem am Anfang, aber auch sehr interessant. Man erfährt so viel mehr Hintergründe als das aus nur einer Perspektive der Fall gewesen wäre.
Der Schreibstil ist zwar in Ordnung, aber nicht herausragend. Im Englischen dagegen hat er mir sehr gut gefallen.
Fazit: Auch wenn die Spannung lange auf sich warten ließ, war das Buch von Anfang an fesselnd. Die mir unsympathischen Charaktere ließen mich zwar immer wieder den Kopf schütteln oder die Augen rollen, aber sind trotzdem gelungen und mit viel Tiefe. Das Buch war spitze, aber für 5 Sterne hat es nicht ganz gereicht.

Montag, 22. Mai 2017

Rezension zu "Geständnisse" von Kanae Minato

Quelle: randomhouse,de
Sterne: 4/5
Seiten: 270
Verlag: C.Bertelsmann
Preis:   16,99€
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Inhalt:
Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ziemlich krank. Es schildert, was passiert, wenn mehrere kranke Menschen aufeinander treffen und zusammen oder einander kranke Dinge antun.
Das Buch ist in 6 Kapitel unterteilt, wo jeweils eine andere Person erzählt. Nur Kapitel 1 und 6 sind aus der Sicht der Lehrerin.
Schon das erste Kapitel (mit 63 Seiten ziemlich lang) fängt rasant an: Erst geht es noch um Milch, aber nach ein paar Seiten später werden Anschuldigungen getroffen und schlimme Geständnisse abgelegt, die das Leben der betroffenen für immer verändern. Allein dieses Geständnis war schon ziemlich krank.
Das Buch ist von Anfang an spannend, sodass ich es aufgrund seiner Kürze an einem Tag gelesen habe.
Nun wird je ein Kapitel aus den Perspektiven der beiden Schüler, die das Mädchen getötet haben sollen, erzählt. Wir finden mehr über den wahren Ablauf und die Hintergründe heraus, die einfach nur krank sind.
Die Geschichte spielt in Japan, wodurch ich anfangs große Schwierigkeiten mit den Namen hatte. Ich konnte mir nicht erschließen wer jetzt männlich oder weiblich ist, und so hatte ich auch Probleme mit den Pronomen. Irgendwann gab sich aber diese Schwierigkeit.
Man bekommt auch einen Einblick in das Leben japanischer Schüler. Deren Leben dreht sich anscheinend nur um die Schule. Schwänzen sie, werden sie zum Hikikomori, von den anderen verpönt. In allem müssen sie die besten sein, ständig wird an Wettbewerben teilgenommen. 
Der Schreibstil des ersten Kapitels ist sehr befremdlich, da hier die Lehrerin die gesamte Zeit zu ihrer Klasse sprach. Es war eine 63 Seiten lange wörtliche Rede, wo man aber Reaktionen der Schüler nur durch das direkte Erzählen der Lehrerin mitbekommt, wenn ihr versteht was ich meine. Auch Fragen werden so beantwortet. Hier ein Beispiel:
Er veröffentlicht seine Bücher, um noch mehr Jugendliche mit seiner Botschaft zu erreichen - wie bitte? Ihr habt das alles letzte Woche schon im Fernsehen gehört? Gut, dann entschuldige ich mich bei denen von euch, die die Geschichte schon kennen... Wie bitte? Ihr habt recht, ich habe einen wichtigen Punkt ausgelassen.
Diese Erzählweise habe ich für sehr anstrengend empfunden und hatte Angst, dass das das ganze Buch lang so weitergeht, aber wenn man sich durch die ersten 63 Seiten durchbeißt hat man's geschafft.
Der restliche Schreibstil ist relativ trocken, aber gut verständlich und lesbar.
Fazit: Eine verdammt kranke Geschichte mit verdammt kranken Personen (hierfür einen Stern Abzug) , aber trotzdem spannend und mitreißend. Von mir gibt es eine Leseempfehlung! :)

Anmerkung: Vielen Dank an das Bloggerportal und den C.Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 21. Mai 2017

Rezension zu "Neuntöter" von Ule Hansen

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 1,5/5
Seiten:  496
Verlag: Heyne
Preis:    16,99€
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Inhalt:

Vor Menschen hat sie Angst. Serienmörder versteht sie.
Berlin, Potsdamer Platz. Beim Klettern auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Als die menschenscheue Fallanalystin Emma Carow auf den Fall angesetzt wird, ist ihr schnell klar, dass er für ihre Karriere entscheidend ist. Doch je fester sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen.

Meine Meinung:
Dieses Buch wollte ich lange unbedingt lesen. Als ich es dann anfing, war ich schon am Anfang nicht überzeugt. Spannung gleich 0, aber gut, Bücher müssen sich ja erst entwickeln. Nur wenige sind von Anfang an umhauend. Aber leider wurde es nicht besser. Gefühlt steht das Team die ganze Handlung lang in ihrem Raum, spekuliert wild, bekommt völlig zusammenhangslos und nicht nachvollziehbar neue Erkenntnisse, und ab und zu sind sie auf der Suche nach neuen Leichen. Ihre Theorien sind frei aus der Luft gegriffen und an der Nase herbeigezogen. Würden sie in der realen Welt einen Serienmörder mit ihren Täterprofilen fangen müssen, wäre die gesamte Berliner Bevölkerung verloren. 
Auch mit dem Schreibstil kam ich gar nicht klar. Die Sätze sind in einem primitiven Satzbau geschrieben, wenn sie denn überhaupt ausformuliert wurden. Nicht selten kommt es vor, dass einfach nur Name: "..." dransteht, wenn eine Person spricht. Das hat mir die Lust am Lesen sowas geraubt, dass ich jetzt kurz vor einer Leseflaute stehe. 
Einen halben Stern gibt es noch weil es zwar schlecht war, aber nicht ganz so schrecklich wie ein Buch, das ich mal mit einem Stern bewertet habe. 
Also, wenn ihr mich fragt, lasst die Finger von diesem Buch. Es war mein bisheriges 2017 Flop und hat gute Chancen, es zu bleiben.

Trotzdem vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. 

Sonntag, 30. April 2017

Rezension zu "Schwesterherz" von Christina Ohlsson

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 4/5
Seiten: 479
Verlag: Blanvalet
Preis: 14,99€

Inhalt:

Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …

Meine Meinung:

Nachdem ich von Christina Ohlsson schon einmal begeistert war, musste ich dieses neue Buch auch lesen! Zwar konnte Schwesterherz nicht mit Papierjunge mithalten, aber enttäuscht wurde ich trotzdem nicht!
Die Geschichte beginnt unmittelbar, sodass man in's kalte Wasser geschmissen wird. Anfangs ist es noch sehr spannend, je mehr Tatsachen an's Licht kamen, desto weniger konnte ich das Buch weglegen. Irgendwann fing es allerdings an, sich im Kreis zu drehen, wo die Spannung sehr drunter litt. Durch diesen Abschnitt musste ich mich regelrecht durchkämpfen und habe ewig dafür gebraucht, dafür einen halben Stern Abzug. Ein wenig enttäuscht war ich auch, als mich am Ende keine Auflösung erwartete, aber das war mehr meine Schuld als die des Buches, da ich erst gesehen habe, dass es der erste Teil einer Zweierserie ist.
Auch mit den Charakteren hatte ich ein bisschen zu kämpfen. Martin war mir ziemlich unsympatisch, da er in vielen Ansichten einer ganz anderen Meinung war als ich und sich häufig sehr abfällig über das andere, also mein, Meinungsbild geäußert hat. Auch seine Tochter Belle kam mir ein bisschen suspekt vor. Ich kenne nun wirklich viele Vierjährige, aber keine kann sich nur annähernd so ausdrücken wie sie. Selbst für eine Siebenjährige wäre ihre Ausdrucksweise schon sehr besonders. Lucy hingegen fand ich wirklich nett, und sie kam mir auch realistisch und authentisch vor. Für die größtenteils etwas...unpassenden Charaktere nochmal einen halben Stern Abzug.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, durch die lockere Erzählweisen ließ sich der Thriller gut lesen.
Fazit: Für den etwas langatmigen Mittelteil und die zum Teil nicht ganz geglückten Charaktere gibt es insgesamt einen Stern Abzug, trotzdem stellt dieses Buch einen gelungen Auftakt zu diesem Zweiteiler dar, dessen Fortsetzung ich auf jeden Fall lesen werde!

Dienstag, 11. April 2017

Rezension zu "Moorfeuer" von Nicole Neubauer

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 2/5
Seiten: 413
Verlag: blanvalet
Preis:    9,99€

Inhalt:

Wenn die Osterfeuer brennen, ist es zu spät … In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig sind: Eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war, und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?

Meine Meinung:

Bereits bei "Kellerkind" tat ich mich schwer. Da ich der Autorin noch eine Chance geben wollte, habe ich es dann doch noch mit diesem Band versucht; ein Fehler. Von Anfang an kam ich nicht in die Story rein, woran genau das lag kann ich nicht sagen.
Mit den Hauptpersonen wurde ich nicht warm. Sie waren für mich nur roboterartige Kreaturen, wahrscheinlich hat mir hier ein bisschen persönlicher Hintergrund gefehlt. Bei Hannes Brandl war der zwar gegeben, aber auch hier kam es mir nicht so vor, als würde über einen Menschen erzählt werden. Er kommt völlig emotionslos rüber.
Die Geschichte an sich hat durchaus Potential - hierfür auch der zweite Stern. Allerdings gefällt mir diese Andeutung des Übernatürlichen überhaupt nicht. Wahrscheinlich ist auch das ein Grund, warum ich mir mit dieser Lektüre so schwer getan habe.
Und der Schreibstil ist auch nicht hilfreich. Alles wird völlig emotionslos erzählt, was das Abschweifen der Gedanken natürlich begünstigt hat. Oft bin ich eine Seite später wieder "aufgewacht", wusste aber nicht mehr wirklich, worum es geht. Aus Desinteresse habe ich mir auch keine Mühe gemacht, zurückzublättern, und so erschien mir vieles zusammenhangslos. Ob das nun wirklich eine Kritik am Buch ist, oder ob das meiner Faulheit geschuldet ist, kann ich nicht sagen. Vermutlich eine Kombination aus beidem.
Fazit: Das Buch scheint aufgrund der vielen positiven Kritiken wirklich nicht schlecht zu sein, aber meines war's einfach nicht. Durch eine Kombination aus langweiligen Schreibstil und uninteressanten Charakteren hatte ich bald kein Interesse mehr an der durchaus Potential-zeigenden Geschichte.

Montag, 10. April 2017

Rezension zu "A Simple Favor - Nur ein kleiner Gefalle" von Darcey Bell

Quelle: buchhandel.de
Sterne: 4/5
Seiten:
Verlag: Harper Collins
Preis:

Inhalt:
Emily hat alles, was man sich wünschen kann: einen glamourösen Job in New York, ein geschmackvolles Haus und einen attraktiven Mann. Und eine beste Freundin: Stephanie, die sie für all das bewundert. Als Emily Stephanie bittet, ihren Sohn Nick für sie von der Schule abzuholen, tut sie ihr diesen Gefallen gerne. Doch niemand kommt, um Nick wieder bei ihr abzuholen - und Stephanie ist außer sich vor Sorge. Aber je länger Emily verschwunden bleibt, desto mehr entdeckt Stephanie die Situation als Chance für sich … 

Meine Meinung:

Ich bekam dieses Buch freundlicherweise vom Verlag als Manuskript geschickt, weswegen sich die Rezension ausschließlich darauf beziehen wird.
Wem kann man trauen? Hat wirklich jeder Mensch dunkle Geheimnisse? Davon ist Stephanie überzeugt, und als ihre beste Freundin Emily verschwindet, stellt sich immer mehr heraus, dass sie sie tatsächlich kaum kannte. Die Geschichte ist von Anfang an spannend, und durch viele unerwartete Wendungen bleibt dies bis zum Ende der Fall.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, und die Art und Weise wie die Story erzählt wird, baut sehr viel Spannung auf. Das Buch ist unterteilt in 3 Teile, welche wiederum als Blogeinträge von Stephanie und aus der Perspektive von sowohl Stephanie, als auch Emily und deren Mann Sean dargestellt werden.
Leider erinnerte mich die Geschichte während des Lesens sehr stark an eines meiner All-time Favorites Gone Girl von Gillian Flynn. Dafür gibt es einen Stern Abzug, denn ich bin kein Fan davon, wenn Autoren einfach eine erfolgreiche Geschichte leicht abgeändert neu erzählen. Da dies Darcey Bell aber doch sehr gut gelungen ist, kann ich dieses Buch trotzdem guten Gewissens weiterempfehlen!

Sonntag, 9. April 2017

Rezension zu "Ohne Ausweg" von Kathrin Lange

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 3/5
Seiten: 442
Verlag: blanvalet
Preis:    9,99€

Inhalt:

Um die Terroristen zu stoppen, muss er einer von ihnen werden Nach einem Bombenattentat am Brandenburger Tor ist der Berliner Sonderermittler Faris Iskander zu einer Art Undercover-Joker geworden. Man setzt ihn auf den mutmaßlichen Terroristen Muhammad al-Sadiq an, der aus dem Gefängnis heraus einen Terroranschlag in Berlin plant. Um an Sadiq heranzukommen, muss sich Faris als Islamist ausgeben und seine terroristischen Absichten glaubhaft unter Beweis stellen. Doch das ist nicht sein einziges Problem: Im Laufe der Ermittlungen stellen er und sein Team fest, dass außerdem ein rechtsradikaler Anschlag vorbereitet wird. Das Unterfangen wird immer gefährlicher, zumal in seiner Einheit nicht alle mit offenen Karten spielen … Eine Stadt in Angst und ein skrupelloser Gegner - Faris Iskanders härtester Fall.

Meine Meinung:

Den ersten und zweiten Teil dieser Reihe (Rezensionen unten verlinkt) habe ich verschlungen. Leider konnte mich dieser Teil nicht ganz so überzeugen.
Mir kam es leider so vor, also stünde hier die Aktion im Vordergrund. Vieles brennt, knallt, explodiert oder stirbt, aber eine durchdachte Handlung konnte ich lange nicht finden. Alles passierte auf einmal, und das ließ das ganze auch ziemlich unrealistisch wirken. Natürlich hat die viele Action ihren Zweck nicht verfehlt: Spannend war es auf jeden Fall, und das von der ersten Seite an. Ob man das jetzt positiv oder negativ sieht; es gab kaum Verschnaufpausen.
Wie bereits erwähnt, ist das ganze ziemlich unrealistisch: Allein dass zwei verschiedene Terrororganisationen, mit komplett entgegengesetzten Ideologien, zufälligerweise zur gleichen Zeit einen Anschlag planen, und dass SPOILER der eine Anschlag fast nicht verwindert werden kann weil der andere Anschlag einen der planenden Terroristen fast umbringt, bevor er sagen kann, wo er überhaupt stattfinden soll SPOILER ENDE ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen. SPOILER Auch, dass so viele bereits bekannte Charaktere auf einmal zu den Bösen gehören SPOILER ENDE finde ich etwas bedenklich.
Wer die Charaktere bereits aus den borhergehenden Bänden kennt, dürfte nun ein wenig enttäuscht über die Entwicklung sein, die sich in Band 3 aufzeigt. Auch an Faris bekommen wir einige Entwicklungen zu sehen, die mir gar nicht gefallen haben, und ihm meiner Meinung nach vollkommen unmenschlich machen.
Der Schreibstil ist natürlich immer noch der alte: flüssig, leicht lesbar und spannend. Die häufigen Perspektivenwechsel haben mir keine Probleme bereitet und waren gut überblickbar.
Fazit: Dieser 3. Band war hauptsächlich durch seine Actionszenen gekennzeichnet. Ein roter Fanden ließ sich lange nicht finden. Auch die viele Zufälle und gerade-noch-rechtzeitig-Momente machen das ganze ziemlich unrealistisch. Meiner Meinung leider der schwächste Band der Reihe.

Rezension Gotteslüge: http://franzisleseecke.blogspot.de/2016/07/rezension-zu-gottesluge-von-kathrin.html

Donnerstag, 6. April 2017

Rezension zu "Die Entscheidung" von Charlotte Link

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 4/5
Seiten: 575
Verlag: blanvalet
Preis:   19,99€

Inhalt:
Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …
Meine Meinung:
Vor etwa einem Jahr habe ich das erste Mal ein Buch von Charlotte Link gelesen: Die Täuschung (Rezension: http://franzisleseecke.blogspot.de/2016/05/rezension-zu-die-tauschung-von.html?m=1). Davon war ich zwar ziemlich enttäuscht, aber dann habe ich doch beschlossen, ihr noch eine Chance zu geben. Im Nachhinein bin ich da sehr froh drüber, da mir Die Entscheidung deutlich besser gefallen hat! 
Schon am Anfang des Buches baut sich die Spannung auf, und sie bleibt größtenteils aufrecht erhalten. Die vielen verschoedenen Geschochten spinnen sich langsam zu einer zusammen, die dadurch sehr viel Tiefe gewinnt und man viele Eindrücke von den Personen. 
Die leider Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: Die von Simon, Nathalie und Ivana. Sie haben alle komplett unterschiedliche, schwerwiegende Probleme, die aber letztendlich alle miteinander zu tun haben. Leider kam mir das alles zum Teil ziemlich an den Haaren herbeigezogen vor.
So gut mir auch die Geschichte gefallen hat, waren mir die Charaktere, insbesondere Simon, nicht authentisch genug Simon war einfach nur ein absolutes Weichei, dass sich nur allzu gerne im Selbstmitleid gesuhlt hat. . Die Geschichte der schweren Kindheit (in Nathalies Fall) war mir auch schon zu arg durchgekaut. 
Der Schreibstil hat aber wieder einiges rausholen können, da er die Story spannend gestaltet und sich trotzdem leicht und flüssig zu lesen ist.
Fazit: Eigentlich hat mir das Buch relativ gut gefallen, aber für die nicht ganz gelungenen Charaktere und die ziemlich unrealistische Hamdlung gibt es jeweils einen halben Stern Abzug.