Samstag, 9. Dezember 2017

Rezension zu "Wintersterne" von Isabelle Broom

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 5/5
Seiten: 443
Verlag: Diana
Preis:   9,99€
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Inhalt:
Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.

Meine Meinung:
Wintersterne war der reinste Coverkauf. Das Genre und die Handlung entsprechen absolut garnicht meinem üblichen Beuteschema. Aber das Cover hat mich auf den ersten Blick verzaubert - und das gleiche lässt sich wohl über die Geschichte, die dahinter steckt, sagen. 
Drei Frauen treffen sich in Prag (eine Stadt, die ich nun unbedingt auch einmal besuchen möchte!), zum Teil mit ihren Partnern. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, freunden sie sich sofort an. Zusammen bereisen sie eine Stadt voller Magie und Zauber. 
Ich empfand die Liebesgeschichten nicht als schnulzig, auch wenn ich da wirklich sehr empfindlich bin! Sie kamen mir größtenteils authentisch vor, es war nicht immer alles rosa-rot zwischen den Paaren sondern gab auch mal Streit und Ärger. 
Der Schreibstil ist locker und unterstreicht die Magie des Reiseziels.
Wer ein Buch voller Handlungen erwartet, wird jedoch enttäuscht - es wird viel mehr die Atmosphäre und das Gefühlsleben der Charaktere beschrieben. Und selten wurde dies so gut herübergebracht wie durch Isabelle Broom.
Fazit: Obwohl dieser Roman nicht meinen üblichen Leselaunen entspricht, hat er mir sehr sehr gut gefallen. Isabelle Broom schafft es, die Atmosphäre der Stadt Prag zum Leser zu bringen auf eine Art und Weise die mich vollkommen beeindruckt. Dieses Buch hat mich absolut verzaubert, und ich werde mich in Zukunft definitiv mehr in Richtung dieses Genres trauen! Übrigens steht Prag ganz oben auf meiner Reise-Wunschliste!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Mein Lesmonat November 2017

Hallo zusammen! Ich hoffe euer November war schön und ihr konntet genauso viel lesen wie ich :) 
Ich habe diesen Monat fünf Bücher geschafft, das ist, denke ich, nicht schlecht.

  • Los ging's mit Dornenmädchen von Karen Rose. Wie ich es von ihr gewohnt bin, konnte dieses Buch bei mir punkten und bekam von mir volle Punktzahl: 5/5 Sterne! Somit war es auch mein Monatshighlight.
  • Es folgte Böses Kind von Martin Krist. Auch dieses Buch hat mir wieder super gefallen, genaueres könnt ihr in der Rezension nachlesen.
  • Als nächstes habe ich Der Freund von Joakim Zander gelesen. Leider konnte auch der dritte Teil nicht mehr an den ersten heranreichen, somit beende ich hiermit diese Reihe. Die Rezension findet ihr hier.
  • Es folgte Das Mädchen aus dem Norden von Katarzyna Bonda. Leider konnte es mich ganz und garnicht überzeugen. Warum, könnt ihr hier nachlesen. Mein Monatsflop.
  • Ostfriesentod von Klaus Peter Wolf ist ein Teil einer sehr beliebten Reihe. Doch leider konnte auch dieses Buch mich nicht vollends überzeugen; es bekam von mir 3/5 Sterne. Auf den Rest der Reihe werde ich wohl verzichten. Schade.
  • Last but not least: Der Weihnachtosaurus von Tom Fletcher. Ein total niedliches Weihnachtskinderbuch, das ich wärmstens empfehlen kann. Hier geht's zur Rezension.
So, das war's dann ich schon wieder. Ich wünsche euch allen eine wunderschöne, besinnliche (Vor-)Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in's neue Jahr!

Rezension zu "Der Weihnachtosaurus" von Tom Fletcher

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 5/5
Seiten: 384
Verlag: cbt
Preis:   14,99€

Inhalt:

»Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir einen echten Dinosaurier ...«

Die Weihnachtswichtel am Nordpol sind ganz aus dem Häuschen, als sie tief im Eis ein geheimnisvolles Ei entdecken. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet das Ei unter seinem dicken Po aus. Zur Verblüffung aller schlüpft ein freundlicher kleiner Dinosaurier: der Weihnachtosaurus. Zufällig schickt zur gleichen Zeit, tausende Kilometer entfernt, ein kleiner Junge namens William seinen Wunschzettel an den Weihnachtsmann ab: Er wünscht sich einen echten Dinosaurier. Als William und der Weihnachtosaurus einander in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben die beiden nicht nur ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer, sondern auch, was es heißt, den Wünschen seines Herzens zu folgen.

Meine Meinung:
Ja, ich bin fast 19 Jahre, und ja, dieses Buch ist ein Kinderbuch für Kinder ab 8. Aber sind wir mal ehrlich, jeder von uns hat noch ein bisschen Kind in sich. Ich liebe Kinderbücher, und nachdem so viele Blogger von diesem Buch geschwärmt haben, musste ich es auch lesen. Vielen Dank an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!
Die Geschichte erzählt von dem kleinen William Trudel (allein der Name!), der seit einem Unfall in der frühen Kindheit im Rollstuhl sitzt. Er hat ein Faible: Dinosaurier. William weiß alles über sie, sein ganzes Zimmer und sogar sein Rollstuhl sind damit dekoriert! Als Weihnachten vor der Tür steht, glaubt er, sich nichts sehnlicher zu wünschen als einen echten Dino. Doch als ihm dieser Wunsch erfüllt wird, wird William klar, dass ihm vieles auf der Welt sogar noch wichtiger ist, als Dinosaurier.
Das Buch erzählt diese Geschichte sehr kindgerecht, mit vielen wunderschönen Illustrationen. Zwar ist das Buch relativ dick für ein Kinderbuch, allerdings eignet es sich aufgrund seiner kurzen Kapitel super für Gute-Nacht-Geschichten.
Es ist mit sehr viel Witz geschrieben, die Illusionen über den Weihnachtsmann werden teilweise ganz schön über den Haufen geschmissen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Karotten gar nicht für die Rentiere, sondern für den Weihnachtsmann höchst persönlich sind?
Die Geschichte ist zuckersüß und auch mitunter sehr spannend, teilweise hat es mich sogar ein bisschen an meine heißgeliebten Krimis erinnert! Daher ist es für ganz kleine Kinder wohl auch noch nicht unbedingt geeignet, aber da ich selbst keine Kinder habe, kann ich das nicht wirklich einschätzen. 
Fazit: An alle Mamas, Papas, Tanten, Onkel, Omas, Opas und alle anderen Menschen, die noch ein Weihnachtsgeschenk für ihre kleinen Liebsten suchen: Geht los und kauft dieses Buch. Ihr macht damit nichts falsch und sorgt ganz nebenbei für die frühzeitige Mutation der Kinder zur Leseratte.

Dienstag, 21. November 2017

Rezension zu "Das Mädchen aus dem Norden" von Katarzyna Bonda

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 1,5/5
Seiten: 648
Verlag: Heyne
Preis:   16,99€


Inhalt:

Der erste Fall für Profilerin Sasza Załuska

Nach einem Aufenthalt im Ausland kehrt die Profilerin Sasza Załuska zurück in ihre Heimatstadt Danzig. Sie hat beruflich und privat viel durchgemacht. Eine verdeckte Ermittlung endete in einer Katastrophe. Verbrennungen und das Trauma einer Geiselnahme blieben zurück. Nun soll Schluss sein mit Verbrechen und unstetem Leben. Sasza erhofft sich ein ruhiges Dasein an der Seite ihrer kleinen Tochter. Doch kaum in Danzig angekommen, erhält sie einen lukrativen Auftrag: Der Inhaber eines Musikclubs bittet sie, die Hintergründe von wiederholten Erpressungen und Morddrohungen aufzudecken. Für die Ermittlerin eine vermeintlich einfache Aufgabe. Kurz darauf gibt es einen Anschlag auf den Club, bei dem ein Mensch stirbt. Sasza Załuska beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Eine Entscheidung, die sie bald bereut.

Meine Meinung:
Lese niemals ein Buch,das ein Personenregister hat. Diesen Rat gab mir meine Mutter vor ungefähr einem halben Jahr, nach dem sie von einem solchen Roman bitter enttäuscht wurde. Eigentlich logisch: Personenregister bedeutet viele Charaktere; das kann natürlich gut sein, wenn dadurch die Geschichte aus vielen Aspekten behandelt wird. Hier, wie wahrscheinlich im Großteil der Bücher mit Personenregister, war es einfach nur fürchterlich nervig, dass so viele Charaktere im Spiel waren. Die insgesamt fünf Seiten lange Aufzählung wäre womöglich hilfreich gewesen, um sie alle, inklusive Spitznamen bzw. Alias und Familienverhältnisse - und ja, das war wichtig! - auseinander halten zu können. Aber es war einfach lästig, alle drei Seiten an's Ende des Buches zu Blättern, sodass ich diesbezüglich irgendwann aufgegeben habe. Auch die polnischen Namen, die für mich alle gleich geklungen haben, waren hier nicht wirklich hilfreich. Das fließt allerdings nicht in die Bewertung ein, da es selbstverständlich ist, dass eine polnische Autorin ihren Charakteren, die allesamt in Polen leben, auch polnische Namen gibt.
Die Bewertungen auf Goodreads entsprechen oftmals deinem Geschmack! Auch das hat sich in letzter Zeit bei mir immer bewährt: Im Durchschnitt bewerte ich die Bücher ähnlich wie der Schnitt auf Goodreads. Somit versuche ich schon immer, von Büchern mit weniger als 3,5 Sternen Abstand zu nehmen, da die Erfahrung zeigt, dass sie mir meistens auch nicht gefallen. Die Durchschnittsbewertung für Das Mädchen im Norden liegt momentan bei 3,51 (Stand: 21.11.17), was über, aber gefährlich nah an den 3,5 liegt. Trotzdem fand ich den Klappentext so interessant, dass ich es dennoch lesen wollte. Leider wurde ich bitter enttäuscht.
Nicht nur die Anzahl und die Namen der Personen haben mir die Lust am Lesen dieses Buches genommen; die Handlung fängt ungefähr auf Seite 250 richtig an, vorher wird eine Parallelgeschichte erzählt, von der man lange Zeit die Relevanz nicht wirklich versteht. Bis auf dass es die gleichen Personen sind (und selbst das war bei den vielen Namen nicht selbstverständlich zu erkennen) gab es kaum Parallelen. Im Laufe der Geschichte versteht man immer mehr, woran genau Sazsa ermittelt, aber wirklich Fortschritte werden hier nicht gemacht. Die Geschichte war in meinen Augen langweilig bis zum Geht-nicht-mehr, und auch die Auflösung konnte hier nichts mehr rausreißen. 
An Sazsa, der Profilerin, die hier im Mittelpunkt steht, hat mich auch so einiges gestört. Sie ist eine absolut kindische erwachsene Frau, die nicht mit ihrer Familie klar kommt. Des Weiteren ist sie eine krasse Helikoptermutter, die sich riesige Vorwürfe macht, wenn ihre sechs-jährige Tochter von der Schaukel fällt, und möchte unbedingt Baby(!)schutzgitter an die Treppe bauen. Mit solchen Personen komme ich überhaupt nicht klar, und so war es mir auch unmöglich, mich mit der Profilerin anzufreunden.
Der Rest der Charaktere wurde nicht wirklich weiter ausgeführt, bis auf die paar Leute deren Kindheit bzw. Jugend anfangs kurz geschildert wurde.
Ein kleines Pünktchen gibt es noch für den flüssigen Schreibstil, und ein halbes für die, meiner Meinung nach, sehr gelungene Covergestaltung. Ansonsten muss  ich leider sagen, dass dieses Buch eine herbe Enttäuschung war. 
Fazit: Das Mädchen aus dem Norden verspricht eine spannende Geschichte. Leider verbergen sich dahinter viele Namen, überbesorgte Mütter und eine langweilige Handlung. Von mir gibt es viel mehr eine Lesewarnung als eine Nicht-Empfehlung. Finger weg!

Sonntag, 19. November 2017

Rezension zu "Böses Kind" von Martin Krist

Quelle: martin-krist.de
Sterne: 4/5
Seiten: 320
Verlag: R&K
Preis:   9,99€
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Inhalt: 


JEDE LÜGE HAT IHREN PREIS. DIESE WIRD DICH TÖTEN.
Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.
Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.
Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!
Der erste Fall für Kommissar Henry Frei.
Meine Meinung:

Als ich hörte, dass Martin Krist ein neues Buch herausbringt, war ich mir sofort sicher, dass ich es lesen würde. Um so besser, dass Martin mir ein Vorabexemplar zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat!

Der Klappentext ließ eine spannende Story vermuten, und ich wurde nicht enttäuscht. Susanne ist eine alleinerziehende dreifache Mutter, die gerade so mit ihrem Geld hinkommt und mit ihrer pubertären Tochter Probleme hat. Als diese verschwindet, bricht für sie eine Welt zusammen.
Der größte Teil des Buches wird aus Suses Sicht erzählt, immer wieder zwischendurch wird der Strang durch kleine Intermezzos unterbrochen, die aus der Sicht einer gefangenen Person erzählen. Erst am Ende merkt man, wie geschickt man hier hinter's Licht geführt wurde -  in meinem Fall erst ein paar Stunden nach Beenden des Buches.
Das Buch ist von Anfang an spannend, und vor allem auf den letzten 100 Seiten konnte ich es kaum noch weglegen. Die Geschichte von Suse ergreift und entsetzt gleichermaßen. Ich bewundere sie für das, was sie tagtäglich stemmt, wie sie den Alltag meistert. Umso schlimmer fand ich, dass genau sie, die wirklich genug um die Ohren hat, mit dem Albtraum einer jeden Mutter konfrontiert wird: Ihr Kind verschwindet, und die Polizei nimmt sie nicht wirklich ernst. 
Die Charaktere wurden, bis auf Suse und ihre Familie, und den Kommisar, Henry Frei, nicht weiter ausgeführt, aber das war auch nicht nötig. Ob die Wahl der Namen der Kinder, Dennis und Jacqueline, einfach nur dem Geschmack des Autors entspricht, oder ob sie den "asozialen" Familienstand indizieren sollen, weiß ich nicht, aber vor allem bei Jacqueline fand ich ihn später sehr treffend. Dennis ist ein süßer kleiner Junge, der leider oft unter dem Stress seiner Mutter leiden muss, dafür tut er mir sehr leid. Nichtsdestotrotz erfahren die Kinder viel Liebe, auch wenn es oft hektisch und laut zugeht. Frei hat selbst eine 15-jährige Tochter mitten in der Pubertät, insofern gab es auch hier einige Parallelen zu Suses Familie; allerdings ist hier die Umgangsform eine ganz andere. Er als Person gefällt mir sehr gut, und ich freue mich sehr auf die weiteren Bände mit ihm als ermittelndem Kommissar im Vordergrund!
Der Schreibstil ist, wie von Krist gewohnt, sehr flüssig und gut lesbar. Sehr gut gefallen haben mir kleine Details, wie eingeblendete Liedzeilen, wodurch man sich sehr gut in das Geschehen hineinfühlen konnte. Auch die Kapitellänge war sehr angenehm.
Einen kleinen Punkt Abzug gibt es für das besondere Etwas, das mir gefehlt hat.
Fazit: Ein weiterer spannender Thriller von Martin Krist, den ich wirklich empfehlen kann! Die Geschichte sorgt für kurzweilige und spannende Lesestunden, und ich freue mich sehr auf Freis weiteren Fälle!

Freitag, 17. November 2017

Rezension zu "Der Freund" von Joakim Zander

Quelle: rowohlt.de
Sterne: 3,5/5
Seiten: 461
Verlag: Rowohlt Polaris
Preis:   14,99€

Inhalt:
Weißt Du wirklich, wer dein Freund ist? Ob du ihm vertrauen kannst?
St. Anna im schwedischen Schärengarten: Als Klara Walldéen ihren Großvater beerdigen muss, steht ihre beste Freundin ihr zur Seite. Aber Gabriella verhält sich merkwürdig. Kurz darauf wird sie vor Klaras Augen in Stockholm verhaftet: wegen terroristischer Aktivitäten. Wo Gabriella festgehalten wird, erfährt Klara nicht, das unterliegt der Geheimhaltung. Doch die bekannte Menschenrechtsanwältin hat ihr eine Nachricht hinterlassen: Klara soll für sie zu einem geheimen Treffen nach Brüssel reisen.
Beirut: Jacob ist Student an der Universität Uppsala und will sein bisheriges Leben hinter sich lassen. Sein Ziel, Diplomat zu werden, scheint zum Greifen nah: Er absolviert ein sechsmonatiges Praktikum in der schwedischen Botschaft. Auf einer Party lernt er den arabischen Kriegsfotografen Yassim kennen – beide sind fasziniert voneinander. Aber immer wieder verschwindet Yassim und verstrickt sich in Widersprüche. Obwohl Jacob nicht weiß, wie sehr er ihm vertrauen kann, übernimmt er für Yassim einen brisanten Auftrag.
Brüssel: Hier kreuzen sich Klaras und Jacobs Wege. Gemeinsam versuchen sie, die Menschen zu retten, die ihnen am nächsten stehen. Doch sie wissen nicht, ob Gabriella und Yassim das wirklich verdienen.

Meine Meinung:
Zwei Jahre nach den schrecklichen Anschlägen in Paris wird das Thema Terror anhand von diesem Beispiel wieder aufgegriffen. Der Freund spielt um den November 2015, kurz vor und nach den Anschlägen. Im Vordergrund steht wieder Klara Walldéen, diesmal stellt Jacob den zweiten Teil der Geschichte dar.
Nachdem ich dem ersten Teil 4 Sterne gab und dem zweiten nur noch 3, war dieses Buch etwa dazwischen. Wie in den anderen zwei Teilen wurde das Thema Terror thematisiert, allerdings kann ich das Thema so langsam nicht mehr hören. Beim ersten Buch fand ich es ja noch ganz interessant, allerdings finde ich den Zufall, dass eine absolut unbeteiligte Person drei Mal in die engeren Kreise des Terrors gezogen wird, schon sehr weit hergeholt.
Spannung war auch hier wieder nur gegen Ende da. Es beginnt relativ ruhig, immer mal wieder tauchen spannende Szenen auf, aber ich war dennoch immer wieder versucht, das Buch einfach wegzulegen. Die letzten zweihundert Seiten waren sehr spannungsgeladen - das war mir dann allerdings zu viel des Guten. Ich bin kein Fan davon, wenn alle drei Seiten eine neue Verfolgungsjagd, Explosion, Schießerei oder am besten noch alles auf einmal losgeht. Mir wäre es deutlich lieber gewesen, hätte der Autor einen schönen Zwischenweg gefunden: Das ganze Buch hindurch immer wieder spannende Passagen, anstatt erst gar keine und dann so viele, dass man sich kaum davon erholen kann.
Die Idee, die echten Geschehnisse vom 13. November 2015 in das Buch einzubauen, hat mir trotz aller Kritik sehr gut gefallen, das gab dem Ganzen einiges an Realitätsbezug. 
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Buch hat sich - mal abgesehen von dem Spannungsmangel beziehungsweise -überschuss - gut lesen lassen. Auch die Kapitellänge von durchschnittlich etwa 10 bis 15 Seiten fand ich sehr angenehm.
Fazit: Im Großen und Ganzen war Der Freund ganz okay; besser als Band 2, aber nicht so gut wie Band 1. Es war immer ein bisschen zu viel oder zu wenig Spannung, aber der realitäsnahe Hintergrund hat mir sehr gut gefallen. Wen das Thema Terror interessiert, dem kann ich die Reihe um Klara Walldéen empfehlen -  für mich geht es nach diesem Band 3 nicht weiter.

Freitag, 3. November 2017

Mein Lesemonat Oktober 2017



Nach 3 sehr erfolgreichen Lesemonaten mit je 7 bis 10 Büchern habe ich diesen Oktober deutlich weniger gelesen. Das liegt daran, dann nach 4 Monaten Ferien die Ausbildung angefangen hat, und mir das tägliche Aufstehen anfangs sehr zu schaffen gemacht hat. Ich war es einfach nicht mehr gewohnt, so dass ich nachmittags meistens zu müde war, um mehr als 25 Seiten zu lesen. Im Laufe des Monats hat sich das Gott sei Dank wieder gegeben und meine Lesesucht ist neu entflammt :)


  • Der Anruf kam nach Mitternacht von Tess Gerritsen war mein erstes Buch diesen Monat, und da es mit seinen 304 Seiten für meine Verhältnisse sehr dünn war, hatte ich gehofft, es vor Ausbildungsbeginn beenden zu können, da ich ein solches Tief bereits vermutet hatte. Ganz hat das dann leider doch nicht geklappt. Weshalb ich hierfür ein bisschen länger gebraucht habe, könnt ihr in der verlinkten Rezension nachlesen. Es bekam von mir 3/5 Sterne.
  • Von Der Bruder von Joakim Zander hatte ich mir nach einem sehr spannenden ersten Teil ziemlich viel erhofft. Leider wurde ich hier enttäuscht :( . Genaueres könnt ihr auch hier in der verlinkten Rezension nachlesen, das Buch bekam leider nur 3/5 Sterne. Für dieses Buch habe ich über zwei Wochen gebraucht, also ist das wohl auch Schuld an meiner relativ schlechten Leseleistung diesen Monat...
  • Engelsschuld von Emelie Schepp war mein Monatshighlight! Es hat mir sehr gut gefallen und war, im Vergleich zu den oben genannten, sehr schnell gelesen! Wenn auch mein erstes Schepp-Buch wird es wohl nicht das letzte sein. Es bekam von mir 4,5/5 Sterne, und auch hier wurde die Rezension verlinkt.
  • Den Monat habe ich abgeschlossen mit Dann schlaf auch du von Leila Slimani. Leider stellte dieses Buch mein Monatsflop dar. Warum, könnt ihr auch hier in der Rezension nachlesen.
  • Zwar kein Buch, aber trotzdem nennenswert: Ich habe mir im Kino Schneemann angeschaut, die Verfilmung zum gleichnamigen Buch von Jo Nesbo. Obwohl es schon 3-4 Jahre her ist, dass ich das Buch gelesen habe, weiß ich noch, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, und soweit ich das beurteilen kann, ist der Film nicht sonderlich weit von Buch abgewichen. Auch er hat mir super gefallen! Ich werde mir im März die DVD kaufen und freue mich schon sehr darauf. Den Film kann ich euch sehr an's Herz legen!

Mittwoch, 1. November 2017

Rezension zu "Dann schlaf auch du" von Leila Slimani

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 2,5/5
Seiten: 224
Verlag: Luchterhand
Preis:   20,00€
Hier kaufen

Inhalt:
Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.

Meine Meinung:
Anmerkung: Die folgende Rezension kann Spoiler enthalten. Bei derart kurzen Büchern ist die Grenze zwischen Klappentext und Spoilern sehr dünn ;)
Der Klappentext hat sich sehr interessant angehört, immerhin ist es eine sehr aktuelle Thematik: Immer mehr Frauen gehe trotz Kinder arbeiten und überlassen die Tagesbetreuung oftmals komplett Fremden. Wie kann man ihnen trauen?
Das erste Kapitel ist sehr brutal, es zieht einen direkt an's Ende der Geschichte und macht sofort klar, worum es geht. Zwei kleine Kinder wurden brutal ermordet. Die kommenden 220 Seiten rollen den Fall von vorne auf. Man erfährt mehr über die Familie, die Nanny, ab und zu werden auch ehemalige Klienten und deren Kinder zu Wort gelassen. So entwickelt sich ein erschreckendes Bild hinter der ach-so-perfekten Louise.
Nach dem sehr direkten und spannenden Einstieg in's Buch baut die Spannung leider sehr schnell ab. Der neue Alltag des Kindermädchens wird anschließend sehr lange geschildert, und etwa Seite 150 passiert gar nichts. Als man allmählich erahnt, was hier wirklich Sache ist, fiebert man natürlich dem großen Ende entgegen, allerdings wurde ich auch hier wieder enttäuscht, denn groß war es nicht wirklich. 
Das Buch ist sehr nüchtern geschrieben. Einerseits sorgt dies für eine erschreckende Distanz zur Handlung und spiegelt das Innere des Kindermädchens wieder, andererseits hat es die ohnehin kaum vorhandene Spannung noch weiter abgeschwächt. 
Fazit: Die aktuelle Handlung machte das Buch sehr interessant für mich, doch leider konnte es mich nicht fesseln. Es fehlt an Spannung und ist sehr redundant geschrieben, sodass ich doch ganz froh war, dass das Buch nur relativ kurz und schnell gelesen war.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Rezension zu "Engelsschuld" von Emelie Schepp

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 4,5/5
Seiten: 445
Verlag: blanvalet
Preis:   9,99€
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Inhalt:

Ein Fehler, den du nicht wiedergutmachen kannst. Und ein Mörder, der nie vergessen hat ...

Grausame Morde erschüttern die schwedische Stadt Norrköping. Dreimal wird der Sanitäter Philip Engström zu den Tatorten gerufen, dreimal kann er nichts mehr für die entsetzlich entstellten Opfer tun. Er erkennt, dass er den Ermordeten schon einmal begegnet ist — und er selbst das nächste Opfer sein könnte. Doch eine schwere Schuld in seiner Vergangenheit lässt ihn schweigen. Staatsanwältin Jana Berzelius nimmt sich des Falls an. Erst spät merkt sie, dass Privates und Berufliches in dieser Mordserie eng miteinander verknüpft sind. Denn Jana hat ihre ganz eigene                                                                        Rechnung mit dem Mörder offen.
Meine Meinung:
Engelsschuld war mein erstes Buch der Autorin, aber ich kann mit großer Sicherheit sagen, dass es nicht mein letztes sein wird!
Die Morde im Buch sind grausam; doch genau das hat sehr geholfen, mich an's Buch zu fesseln. Nachdem mein  zuletzt gelesenes nicht sonderlich viel Blut aufzeigen konnte, habe ich das mal wieder richtig gebraucht. Und mit Engelsschuld war ich da sehr gut bedient. 
Auch die Spannung war ein Grund, weshalb ich das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Von Anfang bis Ende durchgehend gab es keine größeren Durchhänger, und durch neue Erkenntnisse und Wendungen kamen immer wieder die verschiedensten Verdachte auf.
Wie schon gesagt war dieses Buch mein erstes der Autorin, womöglich habe ich deshalb einen Teil der Geschichte nicht verstanden. Ohne zu viel zu sagen, gibt es neben der Haupthandlung noch eine Nebenhandlung, die zwar auch ziemlich spannend war, die ich leider nicht nachvollziehen konnte. Hier haben mir womöglich einfach die vorweg gehenden Bände gefehlt, dennoch wäre es schön gewesen, in diesem Band den Hintergrund grob zu erläutern. Hierfür gibt es den halben Punkt Abzug.
Der Schreibstil war flüssig und gut lesbar, durch verschiedene Perspektiven wurden Verdachte erzeugt und Hintergründe erläutert, was mir sehr gut gefallen hat.
Fazit: Ein sehr spannender Kriminalroman, der theoretisch ein glatter 5-Sterner gewesen wäre. Jedoch wäre eine kurze Zusammenfassung der Hintergründe mancher Personen und Zusammenhänge der vorherigen Bände für Neulinge schön gewesen, daher 0,5 Punkte Abzug. Ansonsten aber durchaus sehr empfehlens- und lesenswert! :)

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Rezension zu "Der Bruder" von Joakim Zander

Quelle: rowohlt.de
Sterne: 3/5
Seiten: 457
Verlag: Rowohlt
Preis:  14,99€

Inhalt:
Wo du herkommst, gibt es keine Zukunft. Wo Du hingehst, gibt es kein Zurück
Yasmine Ajam ist der rauen Stockholmer Trabantenstadt Bergort entflohen, sie arbeitet als Trendscout in New York. Doch eine alarmierende Nachricht lässt sie nach Jahren zurückkehren: Ihr Bruder Fadi wird vermisst, angeblich ist er tot. Und in Bergort droht die Gewalt zu eskalieren. Hat Fadis Verschwinden damit zu tun? Yasmine gibt die Hoffnung nicht auf, ihren Bruder lebend zu finden.
Klara Walldéen forscht in London für eine Menschenrechtsorganisation. Im Vorfeld einer Sicherheitskonferenz wird ihr Computer gestohlen, kurz darauf kommt ein Kollege zu Tode. Dass ihre Arbeit brisant ist, weiß Klara. Aber wer würde dafür töten? Die Spuren führen nach Schweden.
In Stockholm begegnen sich die jungen Frauen: Beide auf der Suche nach der Wahrheit. Beide in höchster Gefahr.


Meine Meinung:

Während mich Teil 1, Der Schwimmer, total gefesselt hat, kann ich das vom zweiten Teil der Reihe um Klara Walldéen leider nicht behaupten.
Die Story wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch man mehrere Geschichten geschildert bekommt. Erst gegen Ende lassen sich Verknüpfungen finden.
Wie auch in Band 1 geht es wieder gewissermaßen um Terrorismus, leider ein allzu aktuelles Thema. Hier bekommt man ein bisschen über die Hintergründe der Gruppen erzählt, das Leben, das sie Leben, und ihre Gedanken. Ich persönlich fand es relativ interessant, erschreckend und traurig, zu erleben, welche fanatischen Gedankengänge sie zeigen. 
Der Hauptstrang der Geschichte dreht sich um Yasmine, die versucht, ihren verschollenen, für tot erklärten Bruder zu finden. Anfangs zeigt die Handlung viel Potential und ist sehr spannend, aber schon nach wenigen Kapiteln dreht es sich gefühlt immer nur noch im Kreis, und die Spannung baut stark ab. 
Klara, die im Vergleich zu Der Schwimmer, nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist auch hier wieder an den Ermittlungen beteiligt und dramatisiert die Geschichte immer wieder. Allerdings hilft das auch nur bedingt beim Spannungsaufbau.
Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, trotzdem habe ich für dieses Buch dreimal so lange gebraucht wie für ähnlich umfangreiche Bücher. 
Fazit: Nach dem sehr spannenden Debüt war Der Bruder für mich eher enttäuschend, aber ich werde Teil 3 nichtsdestotrotz noch eine Chance geben. Sollte er allerdings nicht besser werden, werde ich diese Reihe wohl absetzen. 

Dienstag, 3. Oktober 2017

Rezension zu "Der Anruf kam nach Mitternacht" von Tess Gerritsen

Quelle: harpercollins.de
Sterne: 3/5
Seiten: 304
Verlag: Harper Collins
Preis:   9,99€
Hier kaufen

Inhalt:
Nichts Gutes passiert nach Mitternacht …

Nacht in einem Haus in Washington, D. C. Das Telefon klingelt. Als Sarah Fontaine kurz darauf das Gespräch beendet, ist ihre Welt eine andere: Man hat ihr gerade mitgeteilt, dass ihr Mann Geoffrey bei einem Hotelbrand ums Leben gekommen ist. In Berlin. Dabei sollte er doch auf Geschäftsreise in London sein! Zusammen mit dem Botschaftsmitarbeiter Nick O’Hara macht Sarah sich vor Ort auf die Suche nach Antworten. Was sie findet, ist ein perfider Racheplan …



Meine Meinung:
Ich habe nun wirklich schon einige Bücher von Tess Gerritsen gelesen und habe mittlerweile auch echt hohe Ansprüche. Leider konnten ihnen dieses Buch nicht ganz gerecht werden.
Eine Frau erfährt vom Tod ihres Mannes, und zusammen mit Nick O'Hara muss sie feststellen, dass er nicht der war, der er zu sein vorgab.
Die Handlung ist sehr spannungsgeladen und actionreich - das Problem ist nur, dass es, wenn es immer spannend ist, irgendwann nichts besonderes mehr ist. Somit habe ich, obwohl eigentlich immer etwas passiert ist, nie das Gefühl gehabt, das Buch nicht weglegen zu können.
Der Thriller ist ziemlich brutal, es wird viel ge- und erschossen, einige Leute sterben, und das Buch hat leider relativ wenig Tiefgang im Vergleich zu Gerritsens Reihe um Rizzoli und Isles.
Man erfährt immer mehr über die Charaktere, sowohl über die Haupthandlung, was passiert und warum, als auch über die Nebenpersonen und deren Hintergrund, so dass immer mehr Motive und Verdachte entstehen.
Die eingewobene Liebesgeschichte ist ganz niedlich zu lesen und war aber für die Handlung weder förderlich noch behindernd.
Fazit: Dieser Thriller ist sehr actionreich, allerdings nicht sonderlich tiefgründig, wie man es sonst von Gerritsen gewohnt ist. Man muss erwähnen, dass dieses Buch 1987 erschienen ist, also wohl eines der ersten Bücher der Autorin. Sie hat über die Jahre viel dazugelernt, sodass ich in Zukunft wohl eher die neueren Bücher von ihr lesen und lieben werde.

Samstag, 30. September 2017

Mein Lesemonat September 2017

Hallo meine Lieben!

Mein Lesemonat September war ein weiteres Mal sehr erfolgreich. Wie im August auch schon habe ich 10 Bücher geschafft!



  • Der Schneeleopard von Tess Gerritsen war mein erstes Buch im September. Es hat mir, wie alle der Autorin, sehr gut gefallen. Es bekam von mir 4 von 5 Sterne, und ich freue mich auf das neue Rizzoli&Isles Buch, das ja im November rauskommen soll!
  • Als nächstes habe ich die drei ersten Bände der Reihe um Olivia Rönning von Cilla und Rolf Börjlind gelesen. Die Reihe bis dahin hat mir auch sehr gut gefallen, und die Bücher haben von mir 4, 4 und 4,5 Sterne bekommen. Die Rezensionen zu Die dritte Stimme und Die Strömung könnt ihr euch gerne durchlesen. Auch zu Teil 4, Schlaflied, könnt ihr euch auch anschauen.
  • Die schönsten Märchen von Hans Christian Andersen ist ein wirklich bezauberndes Märchenbuch mit wunderschönen Märchen. Am besten gefällt mir Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern, das war schon davor mein absolutes Lieblingsmärchen! Die Rezension zum Buch findet ihr hier.
  • Die eisigen Schwestern von SK Tremayne habe ich mit einer Lesefreundin zusammen gelesen. Vorerst hatten wir 100 Seiten pro Tag geplant, aber nach 2 Tagen waren wir durch. Es war definitiv mein Monatshighlight und einfach der absolute Hammer!
  • Die Kinder von Wulf Dorn war daraufhin eine riesige Enttäuschung. In der Rezension könnt ihr nachlesen warum, aber kurz gesagt war es einfach nur lächerlich schlecht und mit Abstand mein Monatsflop.
  • Nachdem ich vor ein paar Monaten Die stille Kammer von Jenny Blackhurst verschlungen habe, wurde nun Das Mädchen im Dunkeln gelesen. An sich war es gar nicht so schlecht, aber da ich durch das erste Buch wusste, dass die Autorin es deutlich besser kann, war ich dennoch sehr enttäuscht. Letztendlich bekam es von mir 3,5/5 Sterne.
  • Vor ein paar Wochen habe ich Der Schwimmer von Joakim Zander gewonnen, und jetzt wollte ich es endlich lesen! Es hat mir wirklich sehr gut gefallen und bekam 4/5 Sterne von mir. Die nächsten zwei Bände habe ich jetzt auch hier liegen und freue mich darauf, sie bald zu lesen! 
  • Das letzte Buch diesen Monat war Totenkalt von Stuart MacBride. Nachdem die Rezensionen dafür relativ gut ausgefallen sind, habe ich mich sehr darauf gefreut, aber wurde ein weiteres Mal enttäuscht. In der Rezension könnt ihr nachlesen, weshalb es nur 2,5/5 Sterne bekommen hat.

So, das war's auch schon wieder! Ich geh davon aus, dass es nächsten Monat wieder ein bisschen weniger wird, da ich ab dem 2. meine Ausbildung anfangen werde, aber ich hoffe, dass ich trotzdem ein paar schöne Bücher lesen kann :)

Rezension zu "Totenkalt" von Stuart MacBride

Quelle: randomhouse.de
Vorsicht! Die Rezension kann Spoiler enthalten!

Sterne: 2,5/5
Seiten: 635
Verlag: Goldmann
Preis:   9,99€

Inhalt:

Martin Milne wird bereits seit drei Tagen vermisst, als Sergeant Logan McRae und sein Team eine Leiche finden. Der Tote liegt nackt, gefesselt und mit einer Plastiktüte über dem Kopf in einem Wald nahe der schottischen Küste. Doch es ist nicht Milne – es ist dessen Geschäftspartner. Ganz in der Nähe hatte man kurz zuvor die Studentin Emily Benton erschlagen aufgefunden. Hängen die Fälle womöglich zusammen? Die Ermittlungen leitet DCI Roberta Steel, die mit ihren Leuten aus Aberdeen in das Küstenstädtchen Banff kommt. Steel war früher McRaes Vorgesetzte, und das Verhältnis der beiden ist äußerst angespannt. Nun müssen sie sich zusammenraufen, um die beiden Morde aufzuklären. Oder sind es längst drei Morde? Von Martin Milne 
fehlt nämlich noch immer jedes Lebenszeichen …


Meine Meinung:

Der Klappentext klingt relativ interessant - ein möglicher Serienmord, Polizisten, die nicht miteinander klarkommen... Zudem habe die Bewertungen auf Goodreads sehr viel versprochen.
Erwartet hat mich dann allerdings ein relativ schleppender Thriller, der versuchte, drei verschiedene Stories miteinander zu verbinden. Der eigentliche Fall um Milne, McRaes privaten "Probleme" mit einem Kriminellen der ihn auf dem Kieker hat und die Interne Ermittlung um Steel. Ach ja, das reicht natürlich nicht an Drama, selbstverständlich darf die anfangs komatöse, später tote Freundin von Logan nicht fehlen! Und warte, ich habe doch nicht etwa die unbekannte Halbschwester, die auf einmal seine Vorgesetzte ist, vergessen, oder? Das alles war ein bisschen viel des Guten. Mir kam es teilweise so vor, als wüsste der Autor mit einer Story kein ganzes Buch zu füllen... Ein 250-Seiten Buch mit EINER Handlung, die mich fesselt und spannend ist, wäre mir dagegen deutlich lieber gewesen. Denn man muss sagen, jede einzelne der drei oben genannten Teilgeschichten hätte Potential gehabt.
Das Buch war für meinen Geschmack eindeutig zu brutal; und ich bin definitiv nicht zimperlich. Gefühlt wird alle drei Seiten jemand verprügelt, ermordet, oder es geschieht eine Schießerei. Und wenn nicht, versetzen einen Steels Äußerungen, die eigentlich so gut wie immer "Ärsche" und "Stiefel", beziehungsweise ihre Stiefel in anderer Leutes Enddärmen beinhalten. Dabei drückt sie sich aus, wie ein pubertärer 16-jähriger wanna-be Drogenboss. Hätte ich eine Kollegin wie sie, ich würde auf der Stelle kündigen.
Logan selbst hat mich auch unglaublich genervt. Seine andauernden Selbstgespräche kann man vielleicht noch auf seinen geistigen Zusand zurückführen. Ich halte ihn aber zudem für ein absolutes Weichei. Er heult die ganze Zeit rum und gibt sich aber nach außen hin wie der härteste Kerl.
So, jetzt kommen wir noch zu ein paar positiven Pünktchen, da das Buch ja doch noch ein paar Sternchen bekommen hat. Stellenweise war es spannend. Der Schreibstil war in Ordnung. Und das Cover hat mir gefallen.
So, das wär`s dann...
Fazit: Ich kann die zahlreichen guten Bewertungen nicht nachziehen, aber wer auf äußerst kreative Schimpfwortneologismen, zahlreiche Schläger- und Schießereien und mehrfache, aber relativ langweilige Handlungsstränge steht, dem könnte das Buch ja gefallen :-)

Freitag, 15. September 2017

Rezension zu "Die Kinder" von Wulf Dorn

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 1/5
Seiten: 316
Verlag: Heyne
Preis:   16,99€
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Inhalt:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Meine Meinung:

Achtung, enthält Spoiler

Ich habe selten ein so schlechtes Buch gelesen.

Mir war im Vorfeld bewusst, dass die Meinungen sehr gespalten waren. Die einen sagten, es ist super, die anderen fanden es schlecht. Die Bewertung auf Goodreads mit 3,16 Sternen hat mir dann auch ein wenig Angst gemacht. Doch auch hier sah man wieder, dass es viele 4 und viele 1 Stern Bewertungen gab, ansonsten außer ein paar 5 Sternen kaum was.
Also gut, ich dachte mir also, ich probiere es einfach mal aus. Schon oft habe ich Bücher als ganz anders empfunden als der Durchschnitt (siehe zB Good as Gone). 
Die Story beginnt mit einem Unfall, bei dem eine Mädchenleiche aus dem Wagen geborgen wird. Sie wurde erschossen. Der Rest der Geschichte wird in der Vernehmung der Fahrerin des Wagens erzählt. Und diese ist absolut abstrus.
Ich habe die ganze Zeit über gehofft, dass noch was gescheites bei rauskommt, auch wenn ich die Hoffnung immer weiter verloren habe. Vielleicht ist Laura ja wirklich nur verrückt, hat irgendeine Psychose oder sonst was. Ich wollte nicht glauben, dass das, was ich da lese, wirklich auf dem Papier steht, dass ein relativ berühmter Autor wirklich so einen Schmarrn zusammen schreibt. Doch leider hat sich die Geschichte am Ende anscheinend doch bewahrheitet. Kinder, die alle Erwachsenen töten wollen.
Die Erklärung, die am Ende noch geliefert wurde, sollte wohl noch ein bisschen Spannung und Verunsicherung mit reinbringen. Ist der Polizist im letzten Kapitel auch damit infiziert und halluziniert, oder wird seine Frau tatsächlich von seinen Kindern getötet? 
Ich weiß es nicht, aber um ehrlich zu sein ist es mir auch egal.
Ich wurde schon lange nicht mehr so dermaßen enttäuscht, und das wird definitiv mein erstes und letztes Buch von Dorn gewesen sein.

Trotz allem möchte ich mich beim Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Anmerkung: Ich möchte niemandem zu nahe treten. Die vielen positiven Rezensionen zeigen, dass das Buch auch einigen Leuten gefallen hat. Es war anscheinend nur einfach  nicht mein Geschmack. Meine Meinung ist MEINE Meinung, und keinesfalls allgemeingültig.

Dienstag, 12. September 2017

Rezension zu "Die schönsten Märchen" von Hans Christian Andersen

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 5/5
Seiten: 380
Verlag: Pinguin
Preis:   12,00€
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Inhalt: 
Vor über hundert Jahren traten Hans Christian Andersens unvergleichliche Märchenerzählungen ihren Siegeszug durch Europa, ja um die ganze Welt an und bezaubern bis heute Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Dieser exklusiv zusammengestellte Auswahlband vereint die 20 schönsten und beliebtesten Andersen-Märchen, darunter unvergängliche Perlen wie „Däumelinchen“, „Die Prinzessin auf der Erbse“, „Des Kaisers neue Kleider“, „Das hässliche Entlein“, „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Die Eisjungfrau“ oder "Der standhafte Zinnsoldat".

Meine Meinung:
Nach meinem Besuch der Kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen wollte ich unbedingt das Märchen lesen. Während der Recherchen fiel mir auf, dass mein absolutes Lieblingsmärchen "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" vom gleichen Autor ist, und dass es von Randomhouse ein Märchenbuch desselben gibt.
Und was soll ich sagen - ich bin hin und weg. Ich habe die Ankunft des Buches erwartet wie verrückt, und jetzt liegt es auf meinem Nachttischchen und ich lese jeden Abend eine Geschichte. Sie sind alle so wunderschön, auch wenn bisher keines meinen oben genannten Liebling toppen konnte. 
Das Cover an sich ist ja auch schon ein Träumchen. Es ist relativ dunkel gehalten, mit weißer und goldener Schrift. Es wirkt ein bisschen märchenhaft aber überhaupt nicht kitschig. Es ist einfach super gelungen.
Ich freue mich jeden Abend auf's neue auf eine Geschichte, und genau so darauf, in 10 Jahren meinen Kindern daraus vorzulesen.

Rezension zu "Die Strömung" von Cilla & Rolf Börjlind

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 4,5/5
Seiten: 525
Verlag:btb
Preis:   9,99€
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Inhalt:
In den Wäldern von Schonen im südlichen Schweden kommt es zu einem entsetzlichen Verbrechen. Ein kleines Mädchen wird ermordet, als es friedlich spielend im Sandkasten sitzt. Ein familiärer Hintergrund? Doch zwei Tage später der zweite Kindermord, diesmal in der Nähe von Stockholm. Was verbindet die beiden Fälle? Schnell fällt der Verdacht auf eine rassistische Gruppierung, die beide Elternpaare zuvor offen bedroht hat. Aber ist es wirklich so einfach? Und warum tauchen gerade jetzt Hinweise auf einen alten, nie geklärten Mord an einer hochschwangeren Edelprostituierten auf? Olivia Rönning, eine junge ehrgeizige Polizistin, und Tom Stilton, ein einst berühmter Kommissar, sind aus jeweils ganz persönlichen Gründen an der Aufklärung dieser Verbrechen interessiert. Sie kommen einer Geschichte aus auf die Spur, wie sie verquerer und abscheulicher nicht sein könnte…

Meine Meinung:
Ein Jahr nach "Die dritte Stimme" ermittelt Olivia Rönning wieder: Dieses Mal als echte Polizeibeamtin, was mir sehr gut gefallen hat. Ist natürlich gut und schön, wenn sie als unbefugte einen Mord aufklärt, wie in den ersten zwei Teilen, doch trotzdem etwas realitätsfern. Hier ist natürlich auch Mette wieder im Boot, auch wenn das meiner Ansicht nach schon ein sehr großer Zufall ist. Naja, Zufall hin oder her, Mette, Olivia und Tom ermitteln wieder gemeinsam, und diesmal ist es ihren Schöpfern besser denn je gelungen, den Leser in die dunklen Tiefen der Kriminalität zu ziehen.
Auch in diesem Teil wird ein soziales Problem behandelt: Dieses Mal der Rechtsextremismus und Nationalsozialismus, in direkter Verbindung mit Ausländerhass. Leider stellt dies einen allzu modernen Realitätsbezug dar, und jetzt, kurz vor der Bundestagswahl ist es vielleicht nochmal besonders wichtig sich darüber Gedanken zu machen.
Die Story ist von Anfang bis Ende spannend, ich denke, das liegt mitunter daran, dass die Opfer dieses Mal Kinder sind. Meiner Meinung nach verleiht das dem Ganzen nochmal eine ganze Nuance an fesselnder Brutalität.
Während immer mehr neue Hintergründe und Namen ins Spiel kommen, wird es teilweise etwas verwirrend und verworren, allerdings ist es mir gelungen, weiterhin den Durchblick zu behalten. Aufgelöst wird der Fall erst gegen Ende, wobei man aber ab Mitte des Buches, genauso wie das Ermittlerteam, erste Vorstellungen davon bekommt, um wen es sich bei dem Mörder handelt.
Der Schreibstil war ein weiteres Mal flüssig und gut lesbar. Beim dritten Band habe ich nicht einmal die Kapitellänge zu bemängeln; ob sie tatsächlich kürzer waren oder es mir dieses Mal einfach nicht so vorkam, kann ich nicht sagen.
Fazit: In meinen Augen der bisher beste Teil der durchaus gelungenen Reihe um Olivia Rönning. Zusammen mit den anderen Bänden eine klare Leseempfehlung von mir!

Donnerstag, 7. September 2017

Rezension zu "Die dritte Stimme" von Cilla und Rolf Börjlind

Quelle: randomhouse.de
Sterne: 4/5
Seiten: 539
Verlag: btb
Preis:    9,99€
Hier kaufen

Inhalt:

Der zweite Fall für Olivia Rönning und Tom Stilton

Marseille: In einem Naherholungsgebiet wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde brutal ermordet. Man weiß nicht viel über sie - nur dass sie in einem Zirkus ganz in der Nähe gearbeitet hat. Zur selben Zeit in Stockholm: In seinem Haus in Rotebro erhängt sich der Zollbeamte Bengt Sahlmann. Schnell findet die Polizei heraus, dass es sich nicht um einen Selbstmord gehandelt hat - obwohl alles darauf hindeutete
Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zwei Morde, an deren Aufklärung Polizeianwärterin Olivia Rönning und der ehemalige Kriminalkommissar Tom Stilton ein jeweils ganz privates Interesse haben ...


Meine Meinung:

Der zweite Teil der Reihe um Olivia Rönning ist nun mein dritter der Autoren, und wie auch schon Schlaflied und Die Springflut fand ich es gut.
Der Einstieg ist ein weiteres Mal rasant und direkt und erzählt einen Mord aus den Augen der Sterbenden, die aber von oben zuschaut. Man ist direkt im Geschehen drinnen und will wissen, was es mit diesem Mord auf sich hat.
Nachdem wir im letzten Band mehr über Olivias Herkunft gelernt haben, muss auch sie diese Erkenntnisse erstmal verarbeiten, stürzt sich aber bald Hals über Kopf in den nächsten Fall, auch wenn sie nach wie vor keine Polizeibeamtin ist. Jedoch meistert sie ihn ein weiteres Mal gekonnt, natürlich nicht ohne Hilfe von Tom Stilton. Seine Figur ist mir über die Bücher sehr ans Herz gewachsen, vor allem in Anbetracht seiner eigenen Geschichte. Er wirkt, wie Rönning auch, sehr authentisch und ist mir definitiv sympathisch.
Nach dem rasanten Einstieg ist der Kriminalroman immer mal wieder mehr, mal weniger spannend, aber immer fesselnd, sodass das Lesevergnügen nicht lange angehalten hat.
Wie auch in den anderen Bänden wird hier nicht nur ein Fall gelöst, sondern am Rande auch soziale Probleme, wie hier der Pflegenotstand und die Geldgier in Pflegeheimen sowie die Prostitution, behandelt.
Der Schreibstil ist ein weiteres Mal flüssig und gut zu lesen, auch wenn mir hier, genauso wie in Teil 1 und 4 der Reihe, die Kapitel stets ein wenig zu lang waren. Bei mir verleitet das immer zum Verfrühten Aufhören, wo ich anderenfalls noch ein paar Seiten lesen würde.
Fazit: Ein weiterer gelungener, spannender Kriminalroman von Cilla und Rolf Börjlind, der Lust auf den dritten Teil macht.